Archiv für Juni 2011

Liedtexte (teils mit Akkorden)

Hambacher-Forst-Lied

C G
Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt,
C
der Wald wird gefegt, der Wald wird gefegt
C G
Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird gefegt,
C
denn hier kommt das RWE.

C G
Es war einmal ein Wald, der schon seit 1000 Jahren steht,
C
der hat das Tausendjährige Reich schon überlebt.
Dennoch ist die Kohle unter seinen Wurzeln schäbig braun,
und so wird er umgehaun.

Auf die Bäume, ihr Affen, im Wald wird gesägt,
denn hier kommt das RWE.

Da frißt sich eine Baggerschaufel durch das Unterholz.
Feinstaub oder Umweltschutz – das RWE denkt sich: Was soll’s,
daß eure scheiß Ideale unseren Profit beschränken
kann nicht mal einmal jemand an die Aktionäre denken?!

Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird zerlegt,
denn hier kommt das RWE.

Doch die Affen bleiben stur, denn das ist ihre Natur,
und die einfach aufzugeben wäre Resignation pur.
Also ham sie sich gesammelt und den Widerstand getraut
und sie ham was aufgebaut.

Auf die Bäume, ihr Affen, der Wald wird zerlegt,
denn hier kommt das RWE.

Die Waldarbeiter sägen, das können sie am besten,
da knackt es plötzlich unheilvoll oben in den Ästen.
Denn eines konnte keiner der Arbeiter erwarten:
In den Bäumen sitzen Affen und werfen mit Granaten!

Baggerteile fliegen, die Maschinen sind unbrauchbar,
die Affenmeute merkt, daß das noch ’ne Menge Rauch war.
Ein Glück, daß neben jedem Baum ein Feuerlöscher steht,
denn wir wolln nicht, daß der Wald brennt, sondern nur euer scheiß Gerät.

Los verpißt euch, ihr Bagger, im Wald wird gelebt,
ja, im Wald, da wird gelebt!

Viele Ausnahmen verändern die Regel

d C d C
Du baust dir deine Festung auf, in der alles so wie du willst funktioniert
glaubst nicht, dass im Chaos der Welt die Chance auf Veränderung existiert
du hast schon lange aufgegeben dein Glück im Großen zu suchen
lässt die Bäckerei wo sie ist und klammerst dich an dein Stück vom Kuchen

C h a
doch ich sag

(Ref.:)
G C
Viele Ausnahmen verändern die Regel und der
G C G C
stete Tropfen hölt selbst den heißesten Stein
G C(dead notes)
und kann (manchmal) Fässer zum überlaufen bringen

Du verortest ein besseren Leben im Himmel oder nach der Revolution
ich schau in die Welt hinaus und ruf „die Revolution startet schon!“
und allein kann ich die Welt nicht verändern, wir müssen schon mindestens zwei sein
und „es gibt kein richtiges Leben im Falschen“ ist ne scheiß ausrede, wenn du sagst du willst frei sein

und ich sag

Ref.

Allein wichtig

manche momente sind so schön
ich wünschte sie würden nicht vergehen
doch seh die leuchtenden Farben verblassen
und manchmal will ich weitergehen
und bleibt doch auf der Stelle stehen
und hab angst meinen Anschluss zu verpassen

Allein wichtig erscheint mir
dass ich den Halt hier nicht verlier
und Boden unter meinen Füßen spür

manchmal möchte ich hier abhaun
bevor ich Wurzel schlage
und wäre gern in einem andren Land
doch bin ich einmal weg
sind so viele Türen mir verschlossen,
kaum jemand reicht mir die Hand

Allein wichtig erscheint mir
dass ich keine Bezugspunkte verlier
und jemanden bei mir spür
und jemand öffnet mir die Tür

manchmal fühl ich mich so leer
und dann hilft es mir oft sehr
neue Kicks und neue MEnschen zu entdecken
doch das wird mir schnell zu bunt
man reibt sich aneinander wund
und ich verziehe mich in meine ruhige Ecke

allein wichtig erscheint mir
dass ich nicht die Leere spür
ob ich unter menschen bin oder allein mit mir

ich schwelge in meiner Fantasie
und weiß doch dass diese Utopie
niemals der Wirklichkeit entsprechen kann
und manchmal leb ich meine Träume
und ich schaffe mir Freiräume
doch das ist manchmal so schwer, dass man zerbrechen kann

wichtig ist, dass man versteht
dass man die Realität
auch fantasievoll gestalten kann
und sich so entfalten kann

die stadt muss bunt bleiben
e c
ja, die grauen eminenzen
a
bauen luxusresidenzen
h
wolln die armen hier ausgrenzen
e
und verdräng‘n die differenzen
von hautfarbe und kultur
am ende leben hier dann nur
menschen die sich gut verkaufen
und schnell im getriebe laufen
alle werden angepasster
allen fügen sich ins raster
einer grauen stadtstruktur
C h a
urbaner monokultu-u-ur
G fis
doch…

e hC
die stadt muss bunt bleiben
G a
die stadt muss buuuuuuuuunt bleiben
die stadt muss bunt bleiben
die stadt muss buuuuuuuuunt bleiben

Doch hier zwischen Dönerläden
Grafittis und Bauwäge
da pulsiert das wahre Leben
und das kann es nur dort geben
wo man billig wohnen kann,
frei von Verwertungszwang
und die Kreativität
auch offen auf die Straße trägt
und ich schnacke mit den leuten
während ich hier rum spazier
wir sind nicht immer einer Meinung
doch das ist auch inspirie-ie-rend
denn …

(Ref.)

Wie ich einen Elch mit der Linken Hand besiegte

Kartoffeln aller Art ob festkochend oder süße
sind ein vielfältig gesundes Schmackhaftes Gemüse
ewig lange haltbar, Konservierungsmittelarm
Tausend Zubereitungsmöglichkeiten und außerdem vegan
Kartoffel-Stampf, Kartoffelbrei, Bratkatoffel ohne Ei
Kroketten oder Pommes Frites, Blechkartoffeln und auch Chips

Fehlt dir der Tapetenkleiste,hilft dir die Kartoffel weiter
wenn du irgendwas nicht schaffst: in der Stärke liegt die Kraft
Geeignet auch als Wurfgeschoss, kommt es mal hart auf hart
und zudem ist Kartoffeldruck Guerilla Art

Doch es gibt da eine Sache, die akzeptier‘n wir nie:
das Übel der Kartoffel-Aristokratie
Kartoffeln sind die Nahrung für das Proletariat
und darum stürzen wir Kartoffel-König und Kartoffel-Staat

Kreisverkehr

Immerzu seid ihr’s, die Großen Starken, die uns unterjochen
fahr ich mit dem Rad, dann hab ich Angst um meine Haut und meine Knochen
doch es nützt ja nichts, ich habe keine Wahl
denn mich schützt ein dünnner Helm aus Styropor
und euch Tausend Kilo Stahl

Ref.
doch mein Fahrrad is der King im Kreisverkehr
mein Fahrrad is die Queen im Kreisverkehr
mein Fahrrad is der King im Kreisverkehr
mein Fahrrad is die Queen im Kreisverkehr

Bisher war‘n wir einsam und jeder von uns kämpft
den ungleichen Kampf gegen Opel, Ford und Benz
doch die wirksamste Waffe ist die kritische Masse
und jeder BMW steht still, wenn dein starkes Rad es will

Ref.

Mongolenska

ich erzähl euch ne geschichte von nem lied
das vor ein paar jahren ein mongole schrieb
er ritt mit seiner herde durch die savanne
dann kam er an ne straße, ne ganz schön unbefahrne
völlig selbstverständlich, dass er sie passierte
und der beton unter den hufen vibrierte
doch war er überrascht als plötzlich aus der wüste
ein pferdewagen mit blaulicht auf ihn zudüste
es war die polizei des landes mongolei
die sagte, dass die straße hier nicht zu überqueren sei
die nächste ampel sei doch auch nur 20 meilen weiter
der mongolen grinste den bullen an und sang dann heiter

jabbadabbadei jabbadabbadei jabbadabba
jabbadabbadei ich scheiß auf die Polizei

jo, digga, biste dumm, man guck dich doch mal um
siehst du hier irgendwo verkehr, nee, die steppe is voll leer
wo es keine autos gibt bist du auch überflüssig
und suchst nur verkehrssünder für deine statistik
doch im gegensatz zu dir hab ich noch was zu tun
meine herde soll heut nacht auf dem berg dort vorne ruhn
da sagte der polizist dass das ne frechheit ist
und sagte zu dem mongolen: ich werd verstärkung holen
die pferde ham gewiehert,der mongole war amüsiert
und sagte: bis die hier sind bist du schon pensioniert
dann trieb er sein pferd an und ritt im galopp
dem sonnenuntergang entgegen und sang dabei salopp

jabbadabbadei jabbadabbadei jabbadabba
jabbadabbadei ich scheiß auf die Polizei